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Wohnen für Hilfe

Das Projekt "Wohnen für Hilfe" (auch "Wohnen gegen Hilfe" genannt), das aus den USA stammt, findet in großen Städten immer mehr Interessierte. Insbesondere Städte mit vielen Studenten suchen nach "Wohnpaten".

Je nach Absprache übernehmen die Studenten den Einkauf, den Hausputz, begleiten ihre älteren Mitbewohner zum Arzt oder ins Theater oder lesen einfach mal was vor. Um welche Art von Hilfeleistung es geht, wird zwischen den Parteien individuell abgesprochen. Ausgeschlossen davon sind pflegerische Leistungen.

In wie weit das Badezimmer, die Küche, der Garten oder sonstige Räume zusammen genutzt weden, muss ebenfalls im Einzelfall besprochen werden. Vorab geklärt werden sollten auch Dinge wie Tierhaltung, Besuche oder ob jemand Raucher ist.

Als Anhaltspunkt geht man allgemein von der Faustregel aus, dass pro Monat eine Stunde Hilfe pro Quadratmeter Wohnfläche geleistet wird. Zusätzlich beteiligen sich die Untermieter an den Nebenkosten. Es wird ein regulärer Untermietvertrag abgeschlossen, der innerhalb von 14 Tagen beidseitig kündbar ist.

Ausländische Studenten sind an solchen Wohnpatenschaften oft noch stärker interessiert, da sie im Zusammenleben mit den Älteren die Sprache und die Kultur des Gastlandes erlernen. Diese Studenten bringen oft Erfahrungen im Zusammenleben mit älteren Menschen oder dem Leben einer Großfamilie mit.

Aber nicht nur für Studenten ist diese Form des Wohnens reizvoll. Immer öfter sind auch Alleinerziehende Wohnpaten, die älteren Menschen eine Wohngemeinschaft anbieten und die dann im Gegenzug als "Miete" einen Teil der Kinderbetreuung übernehmen.

Oder die Vermieter sind noch rüstig und selbständig, möchten ihre große Wohnung bzw. ihr großes Haus nicht verlassen und benötigen dafür zusätzliche Einnahmen. Auch auf diesem Wege bilden sich Wohnpatenschaften heraus.

Wichtig ist bei allen Arten von Wohngemeinschaft ein vorheriges Kennenlernen und ein Gespräch über die Vorstellungen vom Zusammenleben. Beide Parteien müssen sich für neue Ideen offen zeigen, Kommunikationsbereitschaft mitbringen und rücksichtsvoll sein. Kommt es dann zu einer Wohngemeinschaft müssen alle Beteiligten für ein Gleichgewicht von Nähe und Distanz sorgen, damit das Vorhaben gelingt.

Sollten Sie Interesse an einer Wohnpatenschaft haben, nehmen Sie Kontakt zu Neue-Wohnformen.de auf und schalten Sie eine Anzeige.

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