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Welchen Beitrag können neue Wohnformen zur Pflege leisten?

Die demografischen Rahmendaten besagen, dass bis 2040 der Anteil der über 60-Jährigen auf 37 Prozent der Bevölkerung steigt und die Zahl der unter 20-Jährigen auf 16 Prozent absinkt. Was bedeutet das für die Pflege? Derzeit besteht noch ein relativ stabiles traditionelles Pflegepotential. Zu fast 90 Prozent werden Pflegebedürftige zu Hause von Angehörigen und ambulanten Pflegediensten versorgt. In einem Dorf bis zu 2.000 Einwohnern besteht ein sehr stabiles Unterstützungswerk.

Hingegen ist in einer Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern dieses Unterstützungsnetzwerk bereits auf 73 Prozent herabgesunken. Angesichts niedriger Geburtenraten, erhöhter Mobilität, der Berufstätigkeit vieler Frauen und Erschütterung der familiären Solidarität, z.B. durch zunehmende Scheidungen, muss angenommen werden, dass das traditionelle, d.h. traditionell weibliche Pflegepotential, abnehmen wird. Das bedeutet: Unsere Gesellschaft wird immer mehr hochaltrige Pflegebedürftige haben, die immer weniger durch Familienangehörige versorgt werden können.

Haben traditionelle Wohnformen noch eine Zukunft? ...

Auszug aus der  Seniorenzeitung Baden-Württemberg.

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