Nicht nur die Einschränkungen des Alters, sondern auch die Verbesserung der Wohnqualität in jedem Lebensalter steht im Mittelpunkt des Begriffs "Servicewohnen".
Hubert M. freut sich nach einem langen Tag im Büro auf leckere Zutaten fürs Abendessen im häuslichen Kühlschrank. Martha S. findet beim Nachhausekommen die frische Wäsche in Ihrer Wohnung vor. Karin B. schätzt frisches Obst und einen Blumenstrauß, wenn sie nach ganzwöchigen Einsätzen wieder in Ihrer Wohnung eintrifft.
Heidelinde W. kann große Teile Ihres Alltags selbst gestalten, einzig das einsame Einnehmen der Mahlzeiten fällt ihr schwer. Wie gut, dass sie bei Bedarf im Speisesaal der Wohnanlage mit vielen Bekannten und bei netten Gesprächen essen kann. Walter O. ist durch eine Operation in der Beweglichkeit stark eingeschränkt. Gerne möchte er trotzdem weiterhin selbstbestimmt wohnen, ist aber dankbar für die Unterstützung des Pflegepersonals, wenn er doch einmal Unterstützung benötigt.
Nur einige Beispiele, wie die unterschiedlichen Ausprägungen des Servicewohnens die kleinen Lästigkeiten des Alltags abmildert oder dem Wohnenden genau das abnimmt, was er selbst nicht (mehr) zu leisten im Stande ist.
Gerade im Bezug auf ältere Menschen wird häufig alternativ der Begriff "Betreutes Wohnen" verwendet. Er beschreibt Pflege- und Dienstleistungen, die das Wohnangebot modular ergänzen und nicht dem Anwendungsbereich des Heimgesetzes unterliegen. |