Die Szenarien der demographischen Entwicklung sind hinlänglich bekannt: Verschiebung der Alters-Pyramide hin zur Pilzform, enorme geographische Streuung von Familien, Hochaltrigkeit, Singularisierung... auf die kommenden Generationen älterer Menschen kommt eine Lebensphase zu, die historisch neu ist, für deren Ausgestaltung es keine Vorbilder gibt.
Eine Vielzahl von Studien beschreibt, dass mit steigendem Lebensalter die Grenzen des persönlichen Lebensraums enger werden. Die Wohnung und deren näheres Umfeld werden nach und nach zu den wichtigsten Lebens- und Aufenthaltsorten. "Alltag im Alter heißt vor allem Wohnalltag." (W. Saup, 1999)
Wie die künftige Generation Älterer wohnen wird, in welchen Häusern und Wohnungen, in welchem sozialen Kontext, allein oder eingebunden in eine selbstgewählte Nachbarschaft, wird demnach in hohem Maße mitentscheidend sein für die Lebensqualität.
Es macht also Sinn, sich mit der Frage zu befassen, wie "Architektur menschlichem Verhalten einen angemessenen räumlichen Rahmen geben kann" (R. Narten, 1999), sich Gedanken über mögliche Formen eines Zusammenlebens von Gleichgesinnten zu machen und neue Modelle zu entwickeln, die sich wirklich an den Bedürfnissen älterer Menschen orientieren.
Und wer könnte dies besser, gründlicher und effektiver tun, als die Betroffenen selbst?
Quelle: Monika Axtmann, Diplom-Gerontologin
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